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Ortsgemeinde Argenthal
Die Gemeinde Argenthal liegt am Fuße des Soonwaldes, genauer gesagt des Großen Soons, der als bewaldeter Höhenrücken zwischen dem Gulden- und Simmerbachtal eine Gesamtfläche von ca. 35.000 ha einnimmt. Die Bundesstraße 50 tangiert die Ortsgemeinde und verbindet Argenthal mit den nächstgelegenen größeren Gemeinden Rheinböllen im Nordosten und Simmern im Westen (siehe Karte). Die Gemarkung Argenthal ist mit 2.852 ha Fläche (davon 2.022 ha Wald) die Zweitgrößte im Rhein-Hunsrück-Kreis. Die höchsten Erhebungen sind der Schanzerkopf (643 m), der Ginsterkopf (632 m) sowie die Ochsenbaumer Höhe (632 m). Mit 1.732 Einwohnern (Stand: Dezember 2006) gehört Argenthal auch bevölkerungsmäßig zu den größten Gemeinden im Hunsrück. Im Vergleich zum generellen Hochflächenklima der Region sind die Sommer und Winter in Argenthal etwas kälter, die Luftbewegung stärker (daher auch der Spottname "Argenthaler Wind"), die Sonnenscheindauer kürzer und die Schneedecke höher. Der Argenthaler Dialekt ist für die Hunsrücker Mundart typisch und trägt alle wichtigen Wesensmerkmale des "Hunsrücker Platt". Dennoch hat bekanntlich jedes Dorf seine "eigene Sprache". Mitten durch den Hunsrück verläuft eine wichtige Sprachgrenze, die so genannte das/dat-Grenze, die grob das Mosel- vom Rheinfränkischen und damit das Gebiet, in dem es "dat" und "wat" heißt, von dem trennt, in dem es "das" und "was" gesprochen wird. Argenthal liegt auf der "das"-Seite, womit man auch festhalten kann, dass in Bezug auf die Sprache die rheinfränkischen Merkmale überwiegen. Auf dem Argenthaler Friedhof befindet sich das Denkmal des Försters Melsheimer, vermutlich eine Titelgestalt des Liedes "Jäger aus Kurzpfalz".
Das Argenthaler Wappen Beschreibung: Im schräggeteilten Schild vorne von Blau und Silber schräg gerautet, hinten ein rot bewehrter und -gezungter Löwe nach rechts. Erklärung: Das Siegel von Argenthal weist den Landesherren als Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Bayern aus. Genehmigt am 9. Dezember. 1980.
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| 07.04.10 | |||||||||